Frank Schott, Leipzig

Nach fast drei Jahren streifen unsere beiden Kater nun regelmäßig durch die Hinterhöfe unseres Blocks. Zu den vielen Nachbarn, auf die sie dort treffen, gehört auch ein fetter Kater, den wir „Waschbär“ getauft haben. Und mit dem haben sie offenbar Streit. Vermutlich sucht Waschbär eher Händel mit unseren Katzen, die ihm aus seiner Sicht das Revier streitig machen, als dass sie auf Krawall aus wären. Und so kam es, wie es kommen musste: Erst kehrte einer unserer Kater mit blutiger Pfote zurück und einen Tag später der andere, schmerzhaft humpelnd. Sicherheitshalber gingen wir mit ihm zum Tierarzt, wo nichts Organisches festgestellt, aber ein Schmerzmittel verschrieben wurde. Merkwürdigerweise ist das Medikament gleichzeitig für Katzen und Meerschweinchen zugelassen – was für mich in etwa so einleuchtend ist, wie es ein Präparat für Menschen und Mäuse wäre. Am Tag darauf ist der Humpelnde wieder ganz der Alte – da hat er wohl noch keines seiner sieben Leben verbraucht.

